Ab dem 28. März fliegt das europäische Großraumflugzeug täglich zwischen Singapur und Zürich und ersetzt die zwölf wöchentlichen Rotationen der Boeing 777-300ER. Somit sinkt das Angebot sowohl hinsichtlich Flugfrequenz als auch bei den verfügbaren Sitzkapazitäten auf dieser Verbindung.
Der Airbus A380 kann bei Singapore Airlines insgesamt 471 Passagiere befördern; davon zwölf in der First Class und 60 in der Business Class. Die Boeing 777-200ER kann dagegen nur 288 Fluggäste transportieren. Pro Woche stehen mit dem A380 insgesamt 3.297 Sitze zur Verfügung, während es bei den zwölf 777-Frequenzen 3.456 Sitze sind. Mit dem Typenwechsel kann Singapore Airlines jedoch der verstärkten Nachfrage nach Business-Class-Sitzen nachkommen und 18 Plätze mehr in dieser Buchungsklasse anbieten.

Flug SQ346 wird um 1:10 Uhr nachts auf dem Flughafen Changi in Singapur abheben und in Zürich um 8:00 Uhr Ortszeit landen. Auf dem Rückflug wird SQ345 Zürich um 12:00 Uhr verlassen und in Singapur am darauf folgenden Tag um 6:05 Uhr Ortszeit ankommen.
Zürich ist auf A380 noch nicht vorbereitet
Der Flughafen Zürich ist jedoch derzeit noch nicht auf den Airbus A380 vorbereitet. So muss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) noch die Erlaubnis dafür erteilen. Experten rechnen damit, dass das BAZL zunächst eine Testlandung fordert, bevor mit einer Zulassung des A380 am Flughafen gerechnet werden kann. Gleichzeitig soll überprüft werden, ob es beim Manövrieren zu Engpässen kommt.
Auch am Dock E, wo der SIA-A380 abgefertigt werden würde, sind noch Baumaßnahmen notwendig. Insbesondere die Warteräume müssten vergrößert werden.
Zürich ist die dritte Stadt in Europa und die siebte Destination innerhalb des Streckennetzes von Singapore Airlines, die mittlerweile von der A380 angeflogen wird. Im Oktober 2007 hatte die Fluggesellschaft den Superjumbo auf der Strecke nach Sydney eingeführt und sukzessive Verbindungen nach London, Tokio, Paris, Hongkong und Melbourne hinzugefügt.